Madaba, eine charmante Kleinstadt im zentralen Hochland Jordaniens, südwestlich von Amman, verdankt ihren Beinamen „Mosaikstadt“ den prächtigen byzantinischen Bodenmosaiken. Herzstück jedes Besuchs ist zweifellos die beeindruckende Mosaikkarte aus dem 6. Jahrhundert im Boden der griechisch-orthodoxen St. Georgskirche. Ergänzt wird dieses Erlebnis durch weitere faszinierende Mosaike in Wohngebäuden und Kirchen im Archäologiepark von Madaba, der Johannes-der-Täufer-Kirche auf der Akropolis sowie den lebendigen Mosaikwerkstätten der Stadt. Da das historische Zentrum kompakt und gut zu Fuß erkundbar ist, lassen sich die wichtigsten Sehenswürdigkeiten bequem in einem halben Tag entdecken. Wer den majestätischen Berg Nebo hinzufügt, plant am besten einen ganzen Tag ein. Dieser umfassende Reiseführer verrät Ihnen, was Sie an jeder Station erwartet, welche Besuchszeiten ideal sind, wie Sie am besten anreisen und wie ein perfekter Tagesplan aussehen könnte.
Kurzinformationen
| Thema | Information |
|---|---|
| Lage | Jordaniens zentrales Hochland, südwestlich von Amman; an der Königsstraße |
| Highlights | St. Georgskirche, Archäologiepark Madaba, Johannes-der-Täufer-Kirche, Mosaikwerkstätten |
| Mosaikkarte | Datiert auf das 6. Jahrhundert; 1884 entdeckt |
| Heutige Größe der Karte | Laut jordanischem Tourismusverband ca. 10,5 x 5 Meter |
| Anzahl der Steine | Laut Tourismusverband zwischen 700.000 und 800.000 natürlich gefärbte Tesserae |
| Entfernung von Amman | Ca. 35 Kilometer, 40 Minuten mit dem Auto |
| Verbindung zum Berg Nebo | Ca. 8-10 Kilometer nordwestlich der Stadt, 15 Minuten mit dem Auto |
| Empfohlene Dauer | Halber Tag für das Zentrum; ein ganzer Tag, wenn der Berg Nebo hinzugefügt wird |
| Beste Reisezeit | März-Mai und September-November |
| UNESCO-Status | Die Stadt ist nicht in der UNESCO-Welterbeliste eingetragen |
Sehenswürdigkeiten in Madaba
Die touristischen Highlights Madabas sind erfreulich kompakt und liegen alle innerhalb von etwa fünfzehn Gehminuten voneinander entfernt. Wichtig ist jedoch, gleich zu Beginn klarzustellen: Madaba selbst ist nicht als UNESCO-Welterbestätte gelistet. Zu den bekannten jordanischen UNESCO-Stätten zählen beispielsweise Petra, Umm er-Rasas und Es-Salt. Madabas wahrer Wert liegt nicht in einer offiziellen Auszeichnung, sondern in der schieren Fülle und Dichte an beeindruckenden Mosaikböden, die sich hier Schicht für Schicht offenbaren.
St. Georgskirche und die Madaba-Karte
Die St. Georgskirche, auch lokal als „Kartenkirche“ bekannt, gehört der griechisch-orthodoxen Gemeinde an. In ihrer heutigen Gestalt stammt sie aus dem 19. Jahrhundert und wurde auf den Fundamenten einer älteren byzantinischen Kirche errichtet. Weltweite Berühmtheit erlangte das Gotteshaus jedoch nicht durch seine Architektur, sondern durch seinen einzigartigen Boden: Die 1884 bei Bauarbeiten entdeckte Mosaikkarte gilt als eine der ältesten erhaltenen geografischen Darstellungen des Heiligen Landes. Der jordanische Tourismusverband datiert die Karte auf das 6. Jahrhundert und gibt an, dass der heute erhaltene Teil etwa 10,5 Meter lang und 5 Meter breit ist. Der Boden besteht aus beeindruckenden 700.000 bis 800.000 natürlich gefärbten Tesserae. Das ursprüngliche Mosaik war einst weit größer; die sichtbare Bodenfläche ist lediglich ein erhaltenes Fragment eines einst umfassenderen Werkes.
Praktischer Tipp: Da die Mosaikkarte am Boden liegt, kann die Sicht bei großem Andrang schnell eingeschränkt sein. Ein Besuch kurz nach Öffnung der Kirche ermöglicht Ihnen eine wesentlich entspanntere und ungestörtere Betrachtung. Beachten Sie, dass die St. Georgskirche ein aktives Gotteshaus ist; am Sonntagmorgen während der Messe ist die Karte für Besucher gesperrt. Die Öffnungszeiten variieren zudem zwischen Sommer- und Winterzeit. Der Eintritt wird von der Kirche selbst festgelegt; aktuelle Informationen zu Zeiten und Preisen erhalten Sie am besten im Besucherzentrum von Madaba.
Was auf der Karte zu lesen ist
Die Karte ist nicht, wie moderne Karten, nach Norden ausgerichtet, sondern nach Osten. Das bedeutet, die Blickrichtung, in der Sie auf dem Boden stehen, entspricht der Ausrichtung der Darstellung. Der Jordan schlängelt sich als horizontales Band und mündet ins Tote Meer; auf dem See sind zwei Boote und im Fluss detailreiche Fischfiguren zu erkennen. Der wohl detaillierteste Abschnitt der Darstellung ist Jerusalem: Der ovale Platz, die von Säulen gesäumte Hauptstraße und die mit roten Dächern bedeckten Arkaden sind klar identifizierbar. Forscher datieren das Mosaik auf die Mitte des 6. Jahrhunderts, da Bauwerke, die nach 570 n. Chr. errichtet wurden, nicht abgebildet sind. Somit ist die Madaba-Karte weit mehr als nur eine Dekoration – sie ist ein primäres historisches Dokument, das uns tiefgreifende Einblicke in das geografische Wissen jener Epoche gewährt.
Archäologiepark Madaba: Hippolytos-Saal und Marienkirche
Der direkt neben dem Besucherzentrum gelegene Archäologiepark wurde laut jordanischem Tourismusverband 1991 ins Leben gerufen. Er beherbergt unter einem schützenden Steindach eine beeindruckende Sammlung von Mosaikböden, die an verschiedenen Stellen der Stadt freigelegt wurden. Hier können Besucher einen römischen Straßenabschnitt, den berühmten Hippolytos-Saal, die Marienkirche sowie Überreste der Propheten-Elias-Kirche bestaunen. Der Hippolytos-Saal, ein Bodenmosaik aus einem Wohnhaus des 6. Jahrhunderts, illustriert die antike Erzählung des Hippolytos mit lebendigen Figuren. Ein Teil des Saales wurde bereits Anfang des 20. Jahrhunderts entdeckt, der Rest in den 1980er Jahren. Auch die Marienkirche stammt aus dem 6. Jahrhundert; ihr zentrales geometrisches Mosaik wird aufgrund einer griechischen Inschrift auf das Jahr 767 datiert. Der Park präsentiert zudem weitere Exponate aus regionalen Grabungen, darunter Fragmente eines frühen Mosaiks, das im Herodianischen Bad von Mukawir gefunden wurde. Reisende, die byzantinische Bodenmosaike in ähnlicher Pracht auch in Anatolien erleben möchten, finden in unserer Kategorie Kulturreisen in der Türkei passende Anregungen.
Da die Säle schattig sind, ist es ratsam, den Park im Sommer zur Mittagshitze zu besuchen.
Johannes-der-Täufer-Kirche und Akropolis-Schichten
Die katholische Johannes-der-Täufer-Kirche auf dem Akropolishügel Madabas wurde Anfang des 20. Jahrhunderts fertiggestellt und thront auf noch älteren Schichten, die während ihrer Errichtung freigelegt wurden. Der Aufstieg zum Glockenturm ist über eine enge und steile Treppe möglich, deren letzter Abschnitt aus Metallstufen besteht. Oben erwartet Sie ein atemberaubendes Panorama über die Dächer Madabas und das weite Umland. Im gewölbten Untergeschoss der Kirche befindet sich eine Akropolis-Ausstellung, die die unter dem Bauwerk gefundenen Überreste und weitere regionale Funde präsentiert. Auf derselben Ebene stößt man auf einen tiefen Brunnen, der in historischen Quellen der Moabiterzeit zugeschrieben wird. Ein Tipp: Planen Sie den Turmaufstieg für die späten Nachmittagsstunden ein. Das sanfte Abendlicht taucht die Stadtsilhouette in eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre und macht sie noch eindrucksvoller.
Mosaikwerkstätten und Restaurierungsinstitut
In Madaba sind Mosaike weit mehr als nur museale Ausstellungsstücke; hier wird die alte Kunst des Mosaiklegens bis heute lebendig gehalten. Der jordanische Tourismusverband weist darauf hin, dass das Madaba Institut für Mosaikkunst und Restaurierung ein zweijähriges Diplomprogramm anbietet. Diese Einrichtung bildet nicht nur hochqualifizierte Restaurierungstechniker aus, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Erhaltung der wertvollen Mosaikböden in der gesamten Region. In den zentral gelegenen Werkstätten können Sie hautnah miterleben, wie die Steine geschnitten und kunstvoll in das Mörtelbett gesetzt werden.
Beim Kauf von Mosaiken sollten Sie auf folgende Unterschiede achten: Bei handgefertigten Tafeln sind die Kanten der Tesserae oft leicht unregelmäßig und die Fugenbreite kann variieren – ein Zeichen echter Handwerkskunst. Maschinell gefertigte Produkte hingegen weisen eine sehr glatte Oberfläche und sich wiederholende Muster auf. Der Preis richtet sich nach Größe, Steinart und dem erforderlichen Arbeitsaufwand. Erkundigen Sie sich am besten direkt in der Werkstatt nach den Kosten.
Berg Nebo: So integrieren Sie ihn in Ihr Madaba-Programm
Der Berg Nebo liegt etwa 8 bis 10 Kilometer nordwestlich von Madaba und ist von der Stadt aus in nur etwa 15 Minuten mit dem Auto erreichbar. Diese geringe Entfernung macht es ideal, beide Attraktionen am selben Tag zu besuchen. Die Moses-Gedächtniskirche auf dem Gipfel wird von der Kustodie des Heiligen Landes verwaltet; eine umfassende Renovierung wurde 2016 abgeschlossen. Das beeindruckende Taufmosaik im Inneren der Kirche, das Jagd- und ländliche Szenen darstellt, wird dank seiner Inschrift auf das Jahr 531 datiert. Die Kustodie informiert über Besuchszeiten von 08:00 bis 16:30 Uhr in der Winterperiode und von 08:00 bis 18:00 Uhr in der Sommerperiode. Vom Gipfel aus eröffnet sich bei klarem Wetter ein atemberaubendes Panorama über das Jordantal und die tief gelegene Senke des Toten Meeres. Die Fernsicht hängt jedoch stark von den jeweiligen Wetterbedingungen ab und ist nicht immer gleich gut.
| Station | Was zu sehen ist | Empfohlene Dauer | Zeitplanung |
|---|---|---|---|
| St. Georgskirche | Mosaikkarte aus dem 6. Jahrhundert, Bodenmosaike | 30-45 Minuten | Öffnungszeit; sonntagmorgens wegen Gottesdienst geschlossen |
| Archäologiepark Madaba | Hippolytos-Saal, Marienkirche, römische Straße | 45-60 Minuten | Sommer-Mittagshitze; schattig und überdacht |
| Johannes-der-Täufer-Kirche | Glockenturm-Panorama, Akropolis-Ausstellung, alter Brunnen | 30-45 Minuten | Spätnachmittag, tiefstehende Sonne |
| Mosaikwerkstätten | Schneide- und Legetechnik, Einkauf | 20-40 Minuten | Nachmittags |
| Berg Nebo | Gedächtniskirche, Taufmosaik von 531, Talblick | 60-90 Minuten | Mindestens eine Stunde vor Schließung |
Anreise nach Madaba
Über Amman und den Flughafen auf dem Landweg
Die Strecke zwischen Amman und Madaba beträgt etwa 35 Kilometer und ist in rund 40 Minuten mit dem Auto zu bewältigen. Die Straße führt malerisch südwestlich über das Hochplateau. Madaba liegt direkt an der berühmten Königsstraße (Route 35) und ist somit ein idealer erster Stopp auf längeren Reisen in den Süden. Der Queen Alia International Airport befindet sich etwa 35 Kilometer südlich von Amman und liegt Madaba sogar näher als das Stadtzentrum. Wer direkt nach der Landung nach Madaba fährt, umgeht geschickt den oft dichten Verkehr Ammans am ersten Reisetag.
Für die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln stehen Sammeltaxis (Servis-Minibusse) zur Verfügung, die vom südlichen Terminal Ammans abfahren. Diese Busse fahren jedoch erst los, wenn sie voll besetzt sind, und die Frequenz nimmt in den Abendstunden deutlich ab. Wer die Rückfahrt nicht dem Zufall überlassen möchte, sollte eine Taxifahrt in Erwägung ziehen und die Wartezeit sowie den Preis im Voraus aushandeln. Reisende mit einem Mietwagen finden im Zentrum in der Regel problemlos Parkplätze an der Straße.
Zu Fuß durch die Stadt
Das Zentrum von Madaba ist erfreulich kompakt und lässt sich hervorragend zu Fuß erkunden. Die St. Georgskirche, der Archäologiepark, das Besucherzentrum und die Kirche auf der Akropolis liegen alle in bequemer Gehdistanz zueinander. Lediglich für den Berg Nebo und weiter entfernte Attraktionen ist ein Fahrzeug erforderlich. Beachten Sie, dass die Straßen teilweise abschüssig und die Gehwege uneben sein können; daher sind bequeme und feste Schuhe für Ihre Erkundungstour durch das Zentrum unerlässlich.
| Startpunkt | Entfernung und Dauer | Mögliche Verkehrsmittel |
|---|---|---|
| Amman Zentrum | Ca. 35 km, 40 Minuten | Mietwagen, Taxi, Sammeltaxi vom südlichen Terminal |
| Queen Alia Flughafen | Kürzer als vom Ammaner Zentrum; 30-40 Minuten Fahrt | Transfer, Taxi, Mietwagen |
| Berg Nebo | Ca. 8-10 km nordwestlich, 15 Minuten | Mietwagen, Taxi mit Wartezeit |
| Innerstädtische Attraktionen | Wenige hundert Meter | Zu Fuß |
Die beste Reisezeit und Tagesplanung für Madaba
Madaba liegt auf einem Hochplateau und ist daher nicht der extremen Hitze der tief gelegenen Toten-Meer-Senke ausgesetzt. Dennoch können die Sommernachmittage im Freien durchaus anstrengend sein. Die Tagesplanung sollte daher stets an die jeweilige Jahreszeit angepasst werden.
| Periode | Bedingungen in der Stadt | Besuchshinweis |
|---|---|---|
| März-Mai | Mild für Spaziergänge, weiches Licht | Freiflächen und Zentrumstour verlaufen den ganzen Tag flüssig |
| Juni-August | Trockene Hitze, Mittagsstunden anstrengend | Innenräume für den Mittag, Akropolis für den Spätnachmittag einplanen |
| September-November | Hitze lässt nach, Menschenmassen nehmen ab | Wahrscheinlichkeit für klare Tage mit guter Sicht auf den Berg Nebo steigt |
| Dezember-Februar | Regnerisch und kühl, kurzer Tag | Schließzeiten verkürzen sich; Kirchen folgen dem Gottesdienstplan |
Auch der religiöse Kalender kann den Besuchsplan beeinflussen: Während der Weihnachts- und Osterzeit haben die Kirchen oft intensive Gottesdienstpläne, wodurch die Besuchszeiten eingeschränkt sein können. An diesen Tagen empfiehlt es sich, die Erkundung des Stadtzentrums auf die frühen Morgenstunden zu legen, um Menschenmassen zu vermeiden und die Atmosphäre in Ruhe zu genießen.
Madabas Küche und Übernachtungsmöglichkeiten
Essen und Trinken in der Stadt
Madaba bietet im Vergleich zu den umliegenden Orten eine erfreulich vielfältige Auswahl an Restaurants. Viele Reisende, die auf dem Weg nach Mukawir, Ma'in oder zum Berg Nebo sind, legen hier gerne ihre Mittagspause ein. Das wohl bekannteste Gericht der jordanischen Küche ist Mansaf, ein Festmahl aus Lammfleisch auf Reis, serviert mit einer köstlichen fermentierten Joghurtsauce. Diese kulinarische Tradition wurde 2022 von der UNESCO sogar in die Liste des immateriellen Kulturerbes aufgenommen. Mansaf ist typischerweise ein Gericht zum Teilen und da die Zubereitung einige Zeit in Anspruch nimmt, sollten größere Gruppen dies am besten vorab ankündigen. Wer eine leichtere Mahlzeit bevorzugt, findet auf den Mezze-Platten eine reiche Auswahl. In den kleinen Cafés im Zentrum ist zudem der duftende Kardamom-Tee sehr beliebt.
Wo übernachten in Madaba?
Die Wahl der Unterkunft in Madaba hängt weniger von der Marke als vielmehr von der gewünschten Lage ab. Das historische Zentrum und die Umgebung der Akropolis sind geprägt von charmanten kleinen Gästehäusern, die oft in liebevoll restaurierten alten Steinhäusern untergebracht sind. Von hier aus erreichen Sie alle wichtigen Sehenswürdigkeiten bequem zu Fuß. Am Stadtrand finden sich größere Hotels, die oft auch bessere Parkmöglichkeiten bieten – ideal für Reisende mit Mietwagen. Die Nähe zum Flughafen ist besonders praktisch für frühe Abflüge oder wenn Sie Ihre Jordanien-Reise direkt in Madaba beginnen möchten. Wer zusätzlich die Küste des Toten Meeres erkunden will, kann die Nächte auf dem kühleren Plateau verbringen und tagsüber für Ausflüge in die Senke hinabfahren.
Ein Tag in Madaba: Morgens die Karte, abends die Akropolis
Die folgende Tagesroute ist ideal für Reisende mit eigenem Fahrzeug, die entweder in Madaba übernachten oder morgens von Amman aus anreisen. Die Reihenfolge der Stationen ist dabei optimal auf die jeweiligen Öffnungs- und Schließzeiten abgestimmt.
- Beginnen Sie den Tag in der St. Georgskirche; eine frühe Stunde nach Öffnung ermöglicht es Ihnen, die Karte ohne Menschenmassen zu sehen.
- Nach dem Verlassen der Kirche gehen Sie zum Archäologiepark und verbringen Sie etwa eine Stunde im Hippolytos-Saal und den Böden der Marienkirche.
- Überprüfen Sie die aktuellen Öffnungszeiten im Besucherzentrum und beobachten Sie anschließend die Mosaikherstellung in einer der zentralen Werkstätten.
- Essen Sie zu Mittag im Zentrum; wenn Sie Mansaf bestellen, fragen Sie nach der Zubereitungszeit.
- Fahren Sie am Nachmittag zum Berg Nebo und seien Sie mindestens eine Stunde vor Schließung dort; planen Sie mehr als eine Stunde für die Gedächtniskirche und den Talblick ein.
- Kehren Sie nach Madaba zurück und steigen Sie zur Johannes-der-Täufer-Kirche auf der Akropolis hinauf; genießen Sie das Panorama vom Glockenturm im sinkenden Licht.
- Beenden Sie den Tag mit dem Abendessen im Zentrum; wenn Sie am nächsten Tag nach Süden fahren, planen Sie die Route der Königsstraße am Abend.
Kurze Hinweise vor Ihrem Besuch
- Die Visabestimmungen variieren je nach Staatsangehörigkeit und werden regelmäßig aktualisiert; bestätigen Sie dies vor der Reise über die offizielle Quelle des jordanischen Tourismusverbandes.
- Kirchen sind aktive Gotteshäuser; bevorzugen Sie Kleidung, die Schultern und Knie bedeckt, und berücksichtigen Sie, dass der Besuch während der Gottesdienstzeiten eingeschränkt sein kann.
- Die Eintrittspreise werden für jede Attraktion separat festgelegt; bestätigen Sie den aktuellen Betrag über die eigene Quelle der jeweiligen Institution und halten Sie Bargeld bereit.
- Für Fotos von Mosaikböden ist eine ruhige Haltung statt Blitzlicht effektiver.
- Die Böden im Park und auf der Akropolis sind uneben; wählen Sie Schuhe mit gutem Halt statt rutschigen Sohlen.
- Tragen Sie in den Sommermonaten einen Hut und Wasser; da das Plateau abends kühl ist, ist eine leichte obere Schicht nützlich.
- Wenn Sie den Berg Nebo und die Zentrumstour am selben Tag planen, orientieren Sie sich an der Schließzeit und nicht an der Fahrzeit; wenn der Hügel bis zum Abend aufgeschoben wird, bleibt der Besuch unvollständig.
Madaba in Ihr Reiseprogramm integrieren
Um Madaba optimal in Ihr Reiseprogramm zu integrieren, sollten Sie es nicht als bloßen Zwischenstopp, sondern als eine kompakte, aber intensive Kulturstation betrachten. Die ideale Reihenfolge ist dabei einfach: Beginnen Sie Ihre Erkundung des Zentrums am Morgen, planen Sie Besuche in Innenräumen für die Mittagshitze ein, legen Sie den Berg Nebo zeitlich so, dass Sie die Schließzeiten gut nutzen, und lassen Sie die Akropolis als krönenden Abschluss des Tages. Da die Stadt direkt an der Königsstraße liegt, bietet sie sich auch hervorragend für die erste Übernachtung auf Routen in den Süden an. Wer byzantinische Schichten im urbanen Kontext zu Fuß erkunden möchte, findet in unseren historischen Stadttouren in der Türkei eine ähnliche Thematik in Anatolien. Für alle, die tiefer in andere Schichten der antiken Welt eintauchen möchten, bietet unser Ägypten Reiseführer wertvolle Einblicke. Und wer die frühchristliche Architektur im Maßstab von Basiliken vergleichen möchte, dem sei unser Artikel Italien Reiseführer empfohlen.
Häufig gestellte Fragen 5
Wo liegt Madaba und wie kommt man von Amman dorthin?
Madaba liegt im zentralen Hochland Jordaniens, südwestlich von Amman und direkt an der historischen Königsstraße. Die Strecke zwischen den beiden Städten beträgt etwa 35 Kilometer und ist in rund 40 Minuten mit dem Auto zu bewältigen. Reisende können Mietwagen, Taxis oder Sammeltaxis vom südlichen Terminal Ammans nutzen. Um die Rückfahrt nicht dem Zufall zu überlassen, empfiehlt sich oft eine Taxivereinbarung, bei der Wartezeit und Preis im Voraus geklärt werden.
In welcher Kirche befindet sich die Madaba-Karte und wie groß ist sie?
Die berühmte Madaba-Karte befindet sich im Boden der griechisch-orthodoxen St. Georgskirche im Herzen der Stadt. Sie wird auf das 6. Jahrhundert datiert und wurde 1884 bei Bauarbeiten entdeckt. Laut dem jordanischen Tourismusverband misst der heute erhaltene Teil etwa 10,5 mal 5 Meter und besteht aus beeindruckenden 700.000 bis 800.000 natürlich gefärbten Tesserae.
Wie viel Zeit sollte man für einen Besuch in Madaba einplanen?
Da die wichtigsten Sehenswürdigkeiten im Zentrum Madabas bequem zu Fuß erreichbar sind, genügt oft ein halber Tag für die Erkundung. Wenn Sie jedoch den Berg Nebo in Ihr Programm aufnehmen möchten, sollten Sie einen ganzen Tag einplanen. Wer zusätzlich die umliegenden Gebiete wie Mukawir oder Ma'in besuchen will, dem sei empfohlen, Madaba als Basis zu nutzen und zwei Nächte zu bleiben, um alles entspannt zu erleben.
Welche Jahreszeit ist für einen Besuch in Madaba am besten geeignet?
Die Monate März bis Mai sowie September bis November gelten als die beste Reisezeit für Madaba, da das Wetter für Stadtrundgänge angenehm mild ist. In den Sommermonaten ist das Hochplateau trocken und heiß; es empfiehlt sich, Innenräume für die Mittagshitze und die Akropolis für den späteren Nachmittag einzuplanen. Im Winter sind die Tage kürzer und die Schließzeiten der Attraktionen vorgezogen.
Lassen sich Madaba und der Berg Nebo an einem Tag besichtigen?
Ja, das ist durchaus machbar! Der Berg Nebo liegt nur etwa 8 bis 10 Kilometer nordwestlich von Madaba und ist in etwa 15 Minuten mit dem Auto erreichbar. Da die Kustodie die Besuchszeiten für die Winterperiode von 08:00 bis 16:30 Uhr und für die Sommerperiode von 08:00 bis 18:00 Uhr angibt, ist es eine bewährte Strategie, die Erkundung des Berges Nebo auf den Nachmittag zu legen und die Zentrumstour am Morgen zu absolvieren.