An der Küste zwischen Demre und Kaş in Antalya verbirgt sich unter kristallklarem Wasser eine antike Siedlung, die seit Jahrhunderten in einem tiefen Schlummer liegt: die versunkene Stadt von Kekova. Dieser Teil der lykischen Siedlung, der durch Erdbeben teilweise im Meer versank, ist eine der faszinierendsten Freiluft-Archäologiestätten der Türkei. Treppen, Mauern und Sarkophage sind direkt unter der Wasseroberfläche sichtbar. In diesem Guide erfährst du alles Wissenswerte: Wo genau Kekova liegt, warum die Stadt versank, wie du Bootstouren ab Kaş und Üçağız buchst, welche Highlights dich erwarten und worauf du beim Schwimmen und zum Schutz der Ruinen achten musst.
Als Travel Tour Shop schließen wir etwa 83 % der Bootstour-Anbieter aus und listen nur jene Unternehmen, die höchste Standards bei der Sicherheit, erfahrene Guides und exzellente Gästebewertungen erfüllen. Mit diesem Ansatz haben wir diesen Guide erstellt, damit du bei deinem ersten Besuch in Kekova bestens vorbereitet bist – von der Geschichte über die Anreise bis hin zu den besten Reisezeiten.
Schnelle Fakten
| Thema | Information |
|---|---|
| Standort | Küste zwischen Demre und Kaş; Kekova-Insel und Umgebung |
| Highlight | Antike lykische Siedlung (versunkene Stadt), die durch Erdbeben versank |
| Abfahrtshäfen | Dorf Üçağız (am nächsten) und Kaş |
| Anreise | Bootstour; Besichtigung der versunkenen Stadt mit Booten mit Glasboden |
| Schwimmen | Schwimmen direkt über der versunkenen Stadt VERBOTEN (Schutzgebiet); in nahegelegenen Buchten erlaubt |
| Beste Reisezeit | Juni bis September; das Meer ist in diesen Monaten angenehm warm |
| Nahegelegene Stopps | Simena (Kaleköy), Tersane Bucht, Aperlai, Demre (Myra) |
Wo liegt Kekova? Zu welcher Provinz gehört es?
Kekova ist ein geschütztes Meeresgebiet an der Küste des Bezirks Demre in der Provinz Antalya, gelegen zwischen Demre und Kaş. Den Namen verdankt die Region der langen, einsamen Kekova-Insel vor der Küste. Administrativ gehört das Gebiet zu Demre, allerdings starten die meisten Touren entweder vom nahegelegenen Dorf Üçağız oder aus dem westlich gelegenen Kaş. Die Ruinen der versunkenen Stadt erstrecken sich entlang der Nordküste der Kekova-Insel sowohl unter als auch direkt am Wasser.
Lage zu Üçağız, Kaleköy und Kaş
Zwei kleine Siedlungen prägen das Zentrum der Region: das Dorf Üçağız, das auf dem antiken Teimiussa errichtet wurde, und das gegenüberliegende Kaleköy, das antike Simena. Da Üçağız der nächstgelegene Hafen zur versunkenen Stadt ist, starten die meisten Boote von hier aus. Kaş hingegen ist ein größeres Tourismuszentrum, von dem aus Tagesausflüge nach Kekova angeboten werden. Wer die Region in ein größeres Reiseprogramm integrieren möchte, kann die Optionen für Kaş Schiffs- und Bootstouren prüfen, um die Route optimal zu planen.
Warum versank Kekova? Die Geschichte der versunkenen Stadt
Die Geschichte der versunkenen Stadt von Kekova ist eng mit den Naturgewalten verknüpft, die die Region vor Jahrtausenden geformt haben. Historischen Quellen zufolge wurden die antiken lykischen Siedlungen an der Küste im 2. Jahrhundert n. Chr. durch schwere Erdbeben teilweise im Meer versenkt. Im Laufe der Zeit führte der steigende Meeresspiegel dazu, dass Teile von Häusern, Kais und Treppen unter Wasser gerieten, während andere Teile als halb versunkene Strukturen an der Küstenlinie erhalten blieben.
Antikes Simena, Teimiussa und die Erdbeben
Die Siedlungen in dieser Region gehören zur lykischen Zivilisation. Das gegenüberliegende Simena (heute Kaleköy) und das Teimiussa in Üçağız sind Teile dieses antiken Netzwerks. Dank der außergewöhnlichen Klarheit des Wassers sind die durch die Erdbeben versunkenen Strukturen heute von den Booten aus deutlich zu erkennen. Zu den wichtigsten sichtbaren Spuren unter Wasser und an der Küste gehören:
- In den Fels gehauene Treppen und Überreste von Kais
- Halb versunkene Haus- und Mauerfundamente
- Lykische Sarkophage und Felsengräber am Ufer
- Ein teilweise im Wasser versunkener Sarkophag an der Küste von Kaleköy
Diese Relikte machen die versunkene Stadt nicht nur zu einem malerischen Anblick, sondern zu einem beeindruckenden archäologischen Freilichtmuseum.
Wie kommt man nach Kekova?
Die versunkene Stadt von Kekova kann nicht auf dem Landweg direkt erreicht werden; die Ruinen sind nur vom Meer aus, also per Boot, zu besichtigen. Daher sollte die Reise in zwei Schritten geplant werden: zuerst die Anreise zum Abfahrtshafen und dann die Teilnahme an einer Bootstour.
Bootstouren ab Kaş und Üçağız
Kekova-Touren werden meistens vom Dorf Üçağız oder aus Kaş organisiert. Üçağız ist der Hafen, der der versunkenen Stadt am nächsten liegt, sodass die Boote die Ruinen in kurzer Zeit erreichen. Touren ab Kaş dauern in der Regel den ganzen Tag und beinhalten Badezeiten in verschiedenen Buchten entlang der Route. Wer verschiedene maritime Aktivitäten kombinieren möchte, sollte sich die Kaş Meeresabenteuer-Touren ansehen.
Schritt-für-Schritt-Anleitung zur Anreise
Wenn du von Antalya aus eine Kekova-Tour planst, ist dies der übliche Ablauf:
- Fahre mit dem Auto oder Bus von Antalya nach Demre (ca. 150 km) oder nach Kaş (ca. 190 km).
- Wähle entweder die Route über Demre nach Üçağız oder fahre direkt zum Hafen von Kaş.
- Nimm am Steg deines gewählten Abfahrtshafens an der Kekova-Bootstour teil.
- Nach der Route, die die versunkene Stadt, Simena und die umliegenden Buchten umfasst, kehrt das Boot zum Ausgangspunkt zurück.
Für Reisende ohne eigenes Fahrzeug ist ein privater Transfer die praktischste Methode, um pünktlich zur Abfahrt am Hafen zu sein.
Sehenswürdigkeiten auf der Kekova-Bootstour
Eine Tour nach Kekova ist mehr als nur ein einzelner Stopp; sie ist eine Kombination aus nahe beieinander liegenden historischen und natürlichen Highlights. So verbindet die Reise Unterwasserarchäologie mit der Schönheit der Küstennatur. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick über die wichtigsten Stationen:
| Ort | Highlights | Hinweis |
|---|---|---|
| Versunkene Stadt | Antike Ruinen unter und über Wasser | Schwimmen verboten; Besichtigung mit Glasbodenbooten |
| Simena (Kaleköy) | Mittelalterliche Burg, lykische Sarkophage, Dorf | Kurzer Aufstieg zur Burg bietet weite Aussicht |
| Tersane Bucht | Überreste einer byzantinischen Kirche/eines Klosters | Beliebter Stopp zum Schwimmen |
| Aperlai | Teilweise versunkene antike lykische Stadt | Ruhigerer, naturbelassener Stopp |
Die versunkene Stadt und das Glasbodenboot
Das Herzstück der Tour ist die versunkene Stadt an der Nordküste der Kekova-Insel. Die Boote verlangsamen hier ihre Fahrt, während der Guide die Geschichte der Ruinen erklärt. In Booten mit Glasboden kannst du die unter Wasser liegenden Treppen und Mauern direkt von deinem Sitzplatz aus beobachten. Die Klarheit des Wassers ermöglicht eine exzellente Sicht; besonders an ruhigen Vormittagen, wenn wenig Wind weht, ist die Sicht auf den Meeresgrund am besten. Da einige Ruinen halb versunken am Ufer liegen, kannst du gleichzeitig die Unterwasserwelt und die steinernen Strukturen an der Küste bewundordern. Dies ist der fotogenste Moment der gesamten Tour.
Simena Burg und Kaleköy
Im gegenüberliegenden Kaleköy führt ein kurzer Fußweg hinauf zur mittelalterlichen Burg auf dem Hügel. Da das Dorf nicht über eine Straßenanbindung verfügt und nur vom Meer aus erreichbar ist, herrscht hier eine sehr friedliche und authentische Atmosphäre. Von der Burg aus hast du einen Panoramablick über die Kekova-Insel und die umliegenden Buchten. Im Burghof finden sich zudem Spuren aus der lykischen Zeit und ein kleines antikes Theater. Der halb versunkene Sarkophag an der Küste des Dorfes gehört zu den meistfotografierten Motiven der Region und unterstreicht das Thema der versunkenen Stadt.
Tersane Bucht und Aperlai
Die Tersane Bucht verdankt ihren Namen der alten Werft und den Überresten einer byzantinischen Kirche; viele Touren machen hier eine Pause zum Schwimmen. Aperlai ist eine weitere antike Stadt, die teilweise unter Wasser liegt, und bietet eine deutlich ruhigere und naturbelassenere Atmosphäre. Wer seine Reise mit einem Kulturprogramm ergänzen möchte, kann die Demre Kulturreisen in Betracht ziehen.
Ist Schwimmen in Kekova verboten? Schutzregeln
Kekova ist als spezielles Umweltschutzgebiet ausgewiesen, um die versunkene Stadt zu bewahren. Während deines Besuchs gelten daher strikte Regeln:
- Das Schwimmen und Tauchen direkt über den Ruinen der versunkenen Stadt ist streng verboten.
- Es dürfen keine Teile der antiken Ruinen berührt oder mitgenommen werden.
- Es ist untersagt, Müll im Meer oder an der Küste zu hinterlassen.
- Badezeiten sind nur in den dafür vorgesehenen und erlaubten Buchten gestattet.
- Den Anweisungen des Bootspersonals und des Guides ist unbedingt Folge zu leisten.
Diese Regeln sind nicht nur gesetzlich vorgeschrieben, sondern essenziell, um dieses kulturelle Erbe für zukünftige Generationen zu erhalten.
Die beste Reisezeit für einen Besuch in Kekova
Die ideale Zeit für eine Kekova-Tour ist zwischen Juni und September, wenn das Meerwasser warm ist und die Bootstouren regelmäßig verkehren. In diesen Monaten ist das Wetter meist sonnig, das Meer ruhig und die Bedingungen für eine Schifffahrt optimal. Juli und August sind die Hauptsaison; wer es etwas ruhiger mag, sollte den frühen Juni oder den späten September wählen. Die letzten Wochen des Frühlings und der Anfang des Oktobers können ebenfalls noch geeignet sein, allerdings ist das Wasser zu dieser Zeit kühler, was bei der Planung deiner Badezeiten berücksichtigt werden sollte. Da Touren bei starkem Wind verschoben werden können, empfiehlt es sich, die Reise flexibel zu planen, um die Chance auf ruhiges Wasser und eine klare Sicht auf die versunkene Stadt zu maximieren.
Praktische Tipps für deine Kekova-Reise
Damit du das Beste aus deiner Tagesausflug nach Kekova herausholst, helfen ein paar einfache Vorbereitungen. Wir empfehlen dir folgende Ausrüstung:
- Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor, Hut und Sonnenbrille
- Ein extra Set Badekleidung, ein Handtuch und Badeschuhe
- Schnorchelausrüstung und eine wasserdichte Handyhülle
- Ausreichend Trinkwasser und leichte Snacks
- Bei Reisekrankheit: Vorab eingenommene Medikamente gegen Seekrankheit
Zudem ist das Licht am Vormittag weicher und ideal für Fotos; falls du die Burg besuchst, sind bequeme Schuhe sehr ratsam. Wer Transport und Tour gemeinsam planen möchte, kann die Pakete der Demre Meeresabenteuer-Touren prüfen.
Häufig gestellte Fragen 6
Zu welcher Verwaltung gehört die versunkene Stadt Kekova?
Kekova liegt in einem Meeresgebiet zwischen Demre und Kaş, an der Küste des Bezirks Demre in der Provinz Antalya. Administrativ gehört es zu Demre, wobei die Touren sowohl von dem nahegelegenen Dorf Üçağız als auch aus dem größeren Zentrum Kaş starten.
Warum versank die Stadt Kekova?
Die antiken lykischen Siedlungen an der Küste wurden laut historischen Aufzeichnungen durch schwere Erdbeben im 2. Jahrhundert n. Chr. teilweise im Meer versenkt. Deshalb sind Teile der Häuser, Treppen und Kais heute unter Wasser sichtbar.
Ist Schwimmen in Kekova erlaubt?
Das Schwimmen und Tauchen direkt über den Ruinen der versunkenen Stadt ist verboten, da das Gebiet unter Naturschutz steht. Während der Tour sind jedoch Badezeiten in den dafür vorgesehenen Buchten in der Nähe erlaubt.
Von wo aus starten die Bootstouren nach Kekova?
Die meisten Kekova-Touren starten entweder vom Dorf Üçağız, dem Hafen, der der versunkenen Stadt am nächsten liegt, oder aus dem touristischen Zentrum Kaş. Touren ab Üçağız erreichen die Ruinen schneller.
Was kann man bei einer Kekova-Tour noch sehen?
Neben der versunkenen Stadt gehören die Burg von Simena (Kaleköy) mit ihren lykischen Sarkophagen, die byzantinischen Ruinen in der Tersane Bucht und die teilweise versunkene antike Stadt Aperlai zu den wichtigsten Sehenswürdigkeiten.
Welche Jahreszeit ist am besten für Kekova geeignet?
Die beste Zeit ist zwischen Juni und September, wenn das Meer warm ist und die Bootstouren regelmäßig stattfinden. Juli und August sind die geschäftigsten Monate; für eine ruhigere Atmosphäre empfiehlt sich der frühe Juni oder der späte September.