Türkeis erste Plattform für lokal verifizierte Tagestouren. Von lokalen Experten gewählt, von Entdeckern bevorzugt.
10 beste Camping-Orte in der Türkei: Dein Guide für Natur und Abenteuer
Leitfaden

10 beste Camping-Orte in der Türkei: Dein Guide für Natur und Abenteuer

Immer mehr Reisende suchen nach einer Alternative zum monotonen Hotelalltag. Sie möchten morgens vom Vogelgezwitscher geweckt werden und beim Aufziehen des Zeltreißverschlusses einen kristallblauen Golf oder einen tiefgrünen Wald entdecken. Dank ihrer enormen geografischen Vielfalt bietet die Türkei Camping-Liebhabern alles, was das Herz begehrt: von ruhigen Seen ufern über hochgelegene Plateaus bis hin zu einsamen Buchten im Schatten antiker Städte. Egal, ob Sie voll ausgestattete Campingplätze mit Strom und Duschen bevorzugen oder die pure Wildnis suchen – dieser Guide versammelt die besten Camping-Ziele der Türkei, inklusive Details zu Anreise, Charakteristik und praktischen Tipps.

Als Travel Tour Shop legen wir höchsten Wert auf Qualität. Wir schließen etwa 83 % unserer potenziellen Partner aus und empfehlen nur Betriebe, die durch lokale Guides und echte Gästebewertungen überzeugt haben. Die folgenden Camping-Spots haben wir nach denselben strengen Kriterien ausgewählt: Naturbelassenheit, Erreichbarkeit und das authentische Erlebnis. Unser Ziel ist ein ehrlicher Ratgeber, der sowohl für Camping-Neulinge als auch für erfahrene Abenteurer wertvoll ist.

Quick Facts

Thema Details
Umfang 10 Regionen in der Türkei (Wald, Plateau, See, Küste)
Campingarten Campingplätze, Nationalparks, Wildcamping, Glamping
Highlights Yedigöller, Kabak Koyu, Salda Gölü, Köprülü Kanyon, Gito Yaylası
Beste Reisezeit Sommer & früher Herbst (Juni–Okt); Wintercamping erfordert Spezialausrüstung
Anreise Meist mit dem Mietwagen, Dolmuş oder Transfer erreichbar
Geeignet für Familien, Gruppen und Solo-Camper
Wichtiger Hinweis In Nationalparks und Schutzgebieten gelten spezielle Genehmigungsregeln

Camping-Kultur und Arten in der Türkei

Bevor Sie Ihr Abenteuer starten, sollten Sie die verschiedenen Campingarten in der Türkei kennen. Campingplätze sind ideal für Einsteiger: Sie bieten Toiletten, Duschen, Strom und oft auch kleine Kioske oder Restaurants. In Nationalparks ist das Campen meist unter Aufsicht des Personals und gegen eine Gebühr pro Zelt gestattet. Wildcamping hingegen bedeutet die pure Freiheit ohne feste Infrastruktur – dies erfordert jedoch eine sorgfältigere Planung und ein hohes Maß an Verantwortung. Ein wachsender Trend ist zudem das Glamping, das die Naturerfahrung mit dem Komfort von festen Zelten und Betten kombiniert.

Was auch immer Sie wählen, die goldene Regel lautet: Respekt vor der Natur. Hinterlassen Sie keinen Müll, gehen Sie verantwortungsbewusst mit Feuer um und stören Sie die Tierwelt nicht. Wer seine Naturerlebnisse professionell begleiten lassen möchte, kann die vielfältigen Natur- und Abenteuertouren in der Türkei entdecken und so seine Route erweitern.

Routen für Wald- und Plateau-Camping

Wälder und Hochplateaus sind die Klassiker für Camper, die Schatten, frische Luft und Wanderwege suchen. Diese Regionen bieten eine willkommene Abkühlung vor der Sommerhitze.

Yenice Ormanları (Karabük)

Die Yenice Ormanları sind ein Gebiet von enormem biologischem Wert und werden von der WWF als prioritärer Wald geschützt. Mit seinen monumentalen Bäumen, tiefen Schluchten und einer unglaublichen Vielfalt an Grüntönen ist die Region ein Paradies für Wanderer und Camper. Besonders im Herbst, wenn sich das Laub in Gold- und Rottönen färbt, bietet der Wald ein spektakuläres Panorama. Für Erstbesucher ist es ratsam, den markierten Pfaden zu folgen, um sicher durch die Wildnis zu navigieren.

Yedigöller Milli Parkı (Bolu)

Wenn man in der Türkei an Camping denkt, fallen einem sofort die Yedigöller ein. Das Zelten unter Buchen-, Eichen- und Kastanienbäumen am Ufer der verschiedenen Seen (wie Büyükgöl oder İncegöl) bietet eine tiefe Ruhe. Da es sich um einen Nationalpark handelt, wird das Campen kontrolliert und ist gebührenpflichtig; im Gegenzug stehen grundlegende Einrichtungen wie Toiletten und Wasser zur Verfügung. Die Herbstfärbung zieht Fotografen aus aller Welt an, weshalb die Plätze im Oktober sehr schnell ausgebucht sind.

Gito Yaylası (Rize)

Für alle, die über einem Wolkenmeer aufwachen möchten, ist die Gito Yaylası ein absolutes Muss. Auf etwa 2000 Metern Höhe gelegen, bietet das Plateau einen atemberaubenden Blick auf die Kaçkar Mountains. Wenn die Wolken unter Ihnen schweben, ist das ein unvergessliches Erlebnis. Aber Vorsicht: Aufgrund der Höhe bleibt es selbst im Sommer nachts kühl. Ein warmer Schlafsack und wetterfeste Ausrüstung sind hier Pflicht. Die Anreise erfolgt meist über Çamlıhemşin und erfordert ein fahrtüchtiges Fahrzeug für die Bergstraßen.

Erikli Yaylası (Yalova)

Wer eine schnelle Flucht aus dem Trubel von Istanbul sucht, findet in der Erikli Yaylası ein ideales Ziel mit wunderschönen Wasserfällen. Zwischen Kastanien- und Lindenbäumen lässt es sich wunderbar campen, und die natürlichen Becken der Wasserfälle laden zur Abkühlung ein. Dank der Nähe zur Stadt ist es ein perfektes Ziel für Wochenendtrips. Wer die Wanderwege intensiver erkunden möchte, findet Inspiration in unseren Trekking- und Wanderreisen in der Türkei.

Camping am Meer und an Seen

Das Campen am Wasser ist im Sommer besonders beliebt, da es die perfekte Kombination aus Erfrischung und spektakulären Sonnenuntergängen bietet.

Kabak Koyu (Fethiye)

Eingebettet zwischen steilen Klippen und Pinienwäldern, ist die Kabak Koyu ein Magnet für junge Reisende und Backpacker. Hier gibt es sowohl Möglichkeiten für das Wildcamping als auch Glamping-Anbieter, die Duschen, Strom und Verpflegung bieten. Das türkisfarbene Wasser und der klare Sternenhimmel in der Nacht machen das Erlebnis magisch. Da der Abstieg zum Koyu oft über steile Pfade führt, sollten Sie auf festes Schuhwerk und leichtes Gepäck achten. Wer die Region umfassender erleben will, sollte die Natur- und Abenteuertouren in Fethiye prüfen.

Salda Gölü (Burdur)

Der Salda Gölü ist bekannt für seinen weißen Sand und sein türkisfarbenes Wasser – eine geologische Besonderheit, die sogar von der NASA für Mars-Studien herangezogen wurde. Um das sensible Ökosystem zu schützen, ist das Campen nicht überall erlaubt. Besucher müssen die von der Gemeinde und dem Naturpark ausgewiesenen Zonen nutzen. Da Teile des Ufers unter strengem Schutz stehen, ist es wichtig, die Beschilderung zu beachten. Die intensivste Farbe des Sees zeigt sich zwischen Juni und September.

Cunda Adası / Patrica Burnu (Ayvalık)

Für Genießer, die unter Olivenbäumen mit einer leichten Brise aus der Ägäis campen möchten, ist die Patrica Burnu an der Spitze der Cunda Adası eine hervorragende Wahl. Die Ruhe der Natur und das sanfte Meer machen diesen Ort bei Campern sehr beliebt. Da die Insel gut erschlossen ist, lassen sich Vorräte und Grundbedürfnisse leicht decken. Da es im Sommer wenig Schatten gibt, sollten Sie unbedingt ausreichend Wasser mitführen.

Abenteuer und Aussichtspunkte

Diese Orte sind ideal für Camper, die ihre Reise mit Aktivitäten wie Rafting, Klettern oder Wandern verbinden möchten.

Köprülü Kanyon (Antalya)

Das Campen unter Zypressen und Pinien am eiskalten Fluss Köprüçay ist ein Favorit für Adrenalinjunkies. Im Köprülü Kanyon Milli Park können Sie tagsüber Rafting oder Ziplining erleben und die Nächte am Lagerfeuer am Flussufer genießen. Da es ein Nationalpark ist, gelten feste Regeln für das Campen. Die Rafting-Saison erstreckt sich meist von Frühjahr bis Herbst. Für eine sichere Planung Ihrer Aktivitäten empfehlen wir die Rafting-Touren in Antalya.

Nemrut Krater Gölü (Bitlis)

In der Nemrut Caldera, westlich des Van Gölü gelegen, können Sie inmitten eines riesigen Vulkankraters campen. Die grünen Ebenen rund um die Kraterseen bieten eine einzigartige Kulisse. Da die Lichtverschmutzung hier minimal ist, ist der Ort ein Paradies für Sternengucker. Aufgrund der hohen Lage sollten Sie die Reise in die Sommermonate legen und die Wettervorhersage genau im Auge behalten. Die Anreise erfolgt meist über Tatvan.

Kaş / Uyuyan Dev (Antalya)

Der Hügel "Uyuyan Dev" (der schlafende Riese) hinter Kaş bietet nach einem Aufstieg einen spektakulären Blick über Kaş und die Insel Meis. Dieser Spot ist besonders für Sonnenuntergänge und die Beobachtung des Sternenhimmels bekannt. Da der Pfad teilweise steil ist, sind gute Wanderschuhe und ausreichend Wasser essenziell. Da der Ort windanfällig ist, sollten Sie Ihr Zelt besonders gut sichern.

Anreise und Erreichbarkeit

Die Anreise zu den Campingplätzen in der Türkei variiert stark je nach Lage. Für bekannte Gebiete wie Yedigöller, Köprülü Kanyon oder Salda Gölü ist ein Mietwagen die praktischste Option. Mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man meist das nächste Distriktzentrum und muss von dort mit Dolmuş oder einem Transfer weiterfahren. An abgelegenen Orten wie der Gito Yaylası oder der Nemrut Caldera können die Straßenverhältnisse anspruchsvoll sein, weshalb ein robustes Fahrzeug und vorausschauendes Fahren wichtig sind.

Es ist ratsam, die Route vorab zu planen und Bedarf an Treibstoff und Wasser einzukalkulieren. An Küstenorten wie Kabak Koyu oder Cunda kann es nötig sein, das Auto auf einem Parkplatz abzustellen und das letzte Stück zu Fuß zurückzulegen. Für Reisende mit viel Ausrüstung kann ein Transfer vom Flughafen oder Stadtzentrum den Start in den Urlaub deutlich entspannter gestalten.

Beste Reisezeit und Timing

Die ideale Zeit für Ihr Camping-Abenteuer hängt stark von der Höhe und dem Klima der gewählten Region ab. Für Küsten- und Seegebiete (Kabak Koyu, Salda, Cunda) sind die Monate Juni bis September ideal – sowohl für die Wassertemperatur als auch für die langen Tage. Wald- und Plateau-Routen (Yenice, Yedigöller, Gito, Erikli) bieten im Sommer angenehme Kühle, während der Herbst mit seinen Farbenpracht ein Traum für Fotografen ist.

In hochgelegenen Gebieten wie Nemrut oder Gito können die Nächte selbst im Sommer kühl sein, weshalb ein Sommerurlaub hier am komfortabelsten ist. Wintercamping erfordert spezielles Expertenwissen und entsprechende Ausrüstung und wird Anfängern daher nicht empfohlen. Prüfen Sie vor der Abfahrt immer den Wetterbericht, um auf plötzliche Regenfälle vorbereitet zu sein.

Unterkunft, Verpflegung und Sicherheit am Feuer

Bei der Unterkunft haben Sie die Wahl: Sie können Ihr eigenes Zelt aufschlagen, Glamping-Anbieter nutzen oder in nahegelegenen Bungalows und Pensionen übernachten und tagsüber die Natur erkunden. Für Anfänger eignen sich leicht aufzubauende Kuppelzelte (3-Jahreszeiten-Zelte) am besten. Wer Ausrüstung leihen möchte, sollte sich vorab über lokale Anbieter informieren.

Was die Verpflegung betrifft: Auf Campingplätzen gibt es oft kleine Läden oder Restaurants, beim Wildcamping müssen Sie alle Vorräte selbst mitbringen. Ein Tipp für mehr Geschmack und zur Unterstützung der lokalen Wirtschaft ist der Einkauf frischer Produkte in den umliegenden Dörfern. Achten Sie darauf, immer genug Trinkwasser mitzuführen. Beim Thema Feuer gilt: Nutzen Sie nur ausgewiesene Feuerstellen oder begrenzen Sie das Feuer mit Steinen. Meiden Sie Baumwurzeln und stellen Sie sicher, dass das Feuer mit Erde und Wasser vollständig gelöscht ist, bevor Sie den Platz verlassen.

Genehmigungen, Sicherheit und Routenvorschläge

In Nationalparks und Naturparks darf nur in den dafür vorgesehenen Bereichen gecampt werden; unbefugtes Zelten kann rechtliche Konsequenzen haben. Es ist daher am sichersten, die aktuellen Regeln und Gebühren vorab bei der zuständigen Parkverwaltung zu prüfen. Zur Sicherheit sollten Sie immer jemandem Ihren Standort mitteilen und Ihr Telefon geladen halten. In Gebieten mit Wildtieren sollten Lebensmittel geschlossen und fernab vom Zelt aufbewahrt werden.

Für Reisende mit wenig Zeit bieten sich folgende Routen an: Wer den Nordwesten erkunden will, kombiniert Yedigöller mit Yenice; wer die Ägäis und das Mittelmeer liebt, plant eine Tour durch Kabak Koyu, Salda und Cunda; Abenteurer können Köprülü Kanyon und die Gegend um Kaş in einer Reise verbinden. Anfängern raten wir, erst einmal in einer näher gelegenen Region Erfahrung zu sammeln, bevor sie größere Touren planen.

Häufig gestellte Fragen 6

Wo kann man in der Türkei campen?

In der Türkei gibt es vielfältige Möglichkeiten: in Wäldern, auf Hochplateaus, an Seen oder an der Küste. Besonders hervorzuheben sind Wälder wie Yedigöller und Yenice, Plateaus wie Gito und Erikli, Seen wie Salda sowie Küstenregionen wie Kabak Koyu. Die Wahl hängt von Ihrer bevorzugten Anreise, der Saison und dem gewünschten Komfort ab.

Ist Camping in Nationalparks kostenpflichtig?

Ja, in Nationalparks wie Yedigöller oder Köprülü Kanyon fällt in der Regel eine tägliche Gebühr pro Zelt an. Diese Gebühren decken oft die Nutzung von Basiseinrichtungen wie Toiletten und Wasser ab. Es empfiehlt sich, die aktuellen Tarife vorab bei der Nationalparkverwaltung zu prüfen.

Gibt es Probleme, wenn man ohne Erlaubnis ein Zelt aufschlägt?

In Nationalparks, Naturparks und geschützten Gebieten darf nur in den ausgewiesenen Zonen gecampt werden; unbefugtes Zelten kann Bußgelder nach sich ziehen. Auf privatem Grund oder in Gebieten ohne Schutzstatus gilt die Erlaubnis des Landbesitzers sowie die lokale Gesetzgebung. Recherchieren Sie den Status des Gebiets vorab.

Welches Zelt sollte ein Anfänger wählen?

Für Einsteiger sind leicht aufzubauende Kuppelzelte, die windbeständig und für drei Jahreszeiten geeignet sind, ideal. Planen Sie beim Kauf die Größe so, dass neben den Personen auch Platz für Ihre Taschen ist. Ein wasserdichter Boden und ein guter Schlafsack erhöhen den Komfort erheblich.

Worauf sollte man bei der Sicherheit am Lagerfeuer achten?

Entzünden Sie Feuer nur an bereits vorhandenen Feuerstellen oder in mit Steinen abgegrenzten Bereichen. Halten Sie Abstand zu Baumwurzeln und trockenem Gras, um das Brandrisiko zu minimieren. Stellen Sie vor dem Schlafengehen oder dem Verlassen des Platzes sicher, dass das Feuer mit Wasser und Erde komplett erloschen ist.

Ist Camping am Meer oder auf einem Plateau besser geeignet?

Das ist reine Geschmackssache und hängt von der Jahreszeit ab. Im Sommer sind Küsten wie Kabak Koyu oder Salda ideal zum Schwimmen und Abkühlen. Wer der Hitze entfliehen möchte, findet auf Plateaus wie Gito oder in Wäldern wie Yedigöller eine angenehmere Temperatur. Beides lässt sich auch wunderbar in einer Reise kombinieren.